
Bei Hitze reagiert unser Körper anders: Er schwitzt mehr, der Appetit sinkt und der Wasserbedarf steigt. Diese Auswirkungen sind jedoch je nach Alter, Aktivität und körperlicher Verfassung unterschiedlich. Wie ernährt man sich im Sommer in jeder Lebensphase richtig? Die Empfehlungen von Jan Tittel, stellvertretender Küchenchef von Eldora und Spezialist für Diätküche.
👶 Kinder (4–12 Jahre)
Viel trinken, leichte Mahlzeiten, Obst & Gemüse bunt und spielerisch präsentieren.
🍉 Wassermelone & Beeren sind perfekt.
🧑 Jugendliche
Wraps, Bowls, Snacks wie Hummus & Gemüse, viel trinken. Das Frühstück sollte nicht ausgelassen werden. Smoothies sind ein super Start in den Tag und kann man auch mitnehmen, für die Pause unterwegs.
👨💼 Erwachsene im Büro
Kleinere Portionen, kalte Suppen, Salate und Früchte. Nicht nur Wasser trinken (mind. 2 Liter pro Tag), sondern auf die Elektrolyte achten.
🥥 🍋 Super ist zum Beispiel Kokoswasser oder ein Drink aus frisch gepresster Zitronensaft, etwas Apfelsaft eine Prise Salz und Wasser. Finger weg von fettigem Essen.
👷 Körperlich Arbeitende
Mehr trinken (bis 4 l), achte dabei auf Elektrolythaltige Getränke, zwischendurch salzige Snacks, mehr Kalorienbedarf durch Bewegung.
👵 Seniorinnen und Senioren
Regelmässig kleine Portionen, viel Flüssigkeit (an heissen Tagen mehr als 2 Liter), gut verdauliche Speisen. Bouillons & Joghurt helfen bei Energie und Mineralstoffversorgung. Proteinreiche Ernährung (Eier, Hülsenfrüchte, leichter Fisch).
📝 Quicktipps

Jennifer Bouhon, Ernährungsberaterin im Eldora-Gesundheitszentrum, gibt Tipps, wie unsere Senioren den Sommer unbeschadet überstehen können.
J.B.: Ältere Menschen haben weniger Durst. Deshalb ist es besonders wichtig, dass sie regelmässig trinken. Nur so lassen sich die heissen Tage gut überstehen – und Kreislaufprobleme vermeiden. Der Flüssigkeitsbedarf ist sogar etwas höher als bei Jüngeren. Umso wichtiger ist es, aufmerksam zu bleiben.
Trifft Dehydration ältere Menschen besonders stark?
J.B.: Ja, aus verschiedenen Gründen. Erstens: Der Körper enthält mit dem Alter weniger Wasser. Schon kleine Schwankungen können eine Dehydration auslösen.
Zweitens: Chronische Krankheiten oder Medikamente können den Wasserhaushalt stören.
Drittens: Wer Schluckprobleme hat, trinkt oft weniger. Und Menschen mit Demenz oder in sozialer Isolation vergessen das Trinken leicht.
Welche Anzeichen gibt es für eine Dehydration?
J.B.: Die Symptome sind unterschiedlich. Möglich sind: Müdigkeit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, trockener Mund, Verwirrtheit, Gedächtnisprobleme oder sogar Stürze.
Was tut Eldora in Pflegeheimen bei grosser Hitze?
J.B.: Unsere Küchenteams reagieren flexibel und passen die Menüs an. Es gibt leichte, gut verdauliche Gerichte. Wir empfehlen auch Getränke mit Geschmack – etwa aromatisiertes Wasser oder kalte Kräutertees. Dazu bieten wir wasserreiche Snacks an, zum Beispie Joghurt mit frischen Früchten.
In Gemeinschaftsräumen können Trinkstationen eingerichtet werden. Dort stehen Getränke bereit – das regt zum Trinken an. Auch Fruchtsorbets werden gerne verteilt, für Bewohnerinnen, Bewohner und Mitarbeitende.
Und: Unsere Küchen bereiten bei Bedarf auch ein isotonisches Getränk zu – nach der bewährten Gérostar-Rezeptur.